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Sicher hat jeder Taucher in
der Ausbildung gehört, dass nicht aus den Tarierwesten geatmet werden
soll, da sich häufig Pilze der Gattung Aspergillus darin ansiedeln. Die
Mundstücke der Lungenautomaten und 2. Stufen sind nach jedem Tauchgang
abzuwischen und trocken zu lagern, damit sich Verpilzungen erst gar
nicht entwickeln können.
An die Verunreinigung von
Tauchmasken mit Pilzen wird kaum ein Gedanke verschwendet.
Das Silikonmaterial (auch das Schwarze) von Tauchmasken ist meist in
seiner Materialstruktur sehr offenporig. Darin können sich die feinen
Pilzfäden, die sich hauptsächlich im Süßwasser befinden, extrem gut
festsetzen und ausblühen. Sie sind fast nicht mehr herauszulösen und zu
zerstören. Nicht zu verwechseln mit einer Verfärbung des durchsichtigen
Silikonmaterials, wenn es mit Gummi, wie mit den Schläuchen des
Atemgeräts, in Berührung kommt.
Über den Weg durch die Nase
können, wie auch über die 2. Stufe, die Pilzsporen aus den Tauchmasken
in die Lunge gelangen und Erkrankungen in der Lunge sowie Allergien und
Hauterkrankungen hervorrufen. Die Hautausschläge können in der Sonne
durch den hohen UV-Anteil am Meer noch verstärkt werden.
Daher
sollten die Tauchmasken nie nass in der Transportbox gelagert werden.
Sie dient wie der Name schon sagt, nur zum Transport und nicht zur
Aufbewahrung. Auch wenn die Box kleine Lüftungslöcher besitzt, ist sie
wie ein Brutofen für die Krankheitserreger in dem feuchten Milieu. Dazu
lagern sich an der Oberfläche der Gläser Mineralsalze und Kalk ab und
bringen die getemperten Planscheiben der Masken zum Oxidieren. Die
Oxidation kann im Gegensatz zu der Verkalkung nicht mehr rückgängig
gemacht werden. Die beste Aufbewahrung ist in einem kleinen Plastiknetz
an einem luftigen Ort.
Die
Süßwasserbecken der Tauchbasen zum Ausspülen der Tauchanzüge sind meist,
wenn sie nicht des Öfteren am Tage entleert, gereinigt und in den warmen
Gefilden entsprechend desinfiziert werden, wahre Keimzuchtbecken. Oft
ist das Süßwasser in den oberirdisch gelegenen Leitungen durch die
Sonneneinstrahlung erwärmt und mit Legionellen verseucht. In diesen
mikropischen Biotop haben die Tauchmasken und die Atemgeräte nichts zu
suchen, sie sollten mit Trinkwasser aus einer verschlossenen
Wasserflasche abgespült und getrocknet werden.
Alle paar
Wochen sollte mit Essig die Maske ausgewischt werden, um die
Kalkablagerungen zu entfernen und Keime abzutöten. Praktisch ist auch
eine Behandlung mit Kontaktlinsenlösung die auf einer Peroxyd-Basis
aufbaut.
Nach einem
Tauchurlaub am Meer ist es angeraten, die Plangläser aus dem
Maskenkörper zu nehmen um Sand- und Korallenkörner zu entfernen die
durch ihre Form zwischen die Dichtlippen und den Gläsern gedrungen sind
und zur Undichtigkeit führen können. Die Sprengringe sind nach langem
Gebrauch und der UV-Belastung oft spröde und gehen bei der Demontage zu
Bruch. Daher ist diese Reinigung erst wieder zu Hause angeraten, wenn
eine längere Pause ansteht um gegebenenfalls Ersatzteile beschaffen zu
können.
Auf keinen
Fall die komplette Maske in den Geschirrspüler zur Reinigung legen. Der
farbige Rand der Maske verträgt die hohe Temperatur und den aggressiven
Reiniger nicht und wird spröde. So bricht an den Kerben in denen der
Sprengring einhakt als erstes weg und die Maske ist nicht mehr zu
gebrauchen.
Dagegen kann man den Silikonkörper der zerlegten Maske getrost in den
Geschirrspüler, eingestellt auf niedrige Temperatur, legen.
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